Synodaler Weg – ein Weg aus der Krise?
Bad Westernkotten. Am 12.08. gab es im Pfarrzentrum in Bad Westernkotten die Gelegenheit sich aus erster Hand über den Synodalen Weg zu informieren. Gut 40 Besucher waren der Einladung des Gemeindeausschusses gefolgt. Es war gelungen für diesen Abend Frau Michaela Labudda als Referentin zu gewinnen, die als Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) den Prozess von Anfang an begleitet und gestaltet hatte.
Frau Labudda – eine Verfechterin für Schritte zur Öffnung der Kirche – machte zunächst einmal deutlich, dass der Weg auf Wunsch der deutschen Bischöfe eingeschlagen wurde. Eine Tatsache, die heute – nach Gegenwind aus Rom und von konservativen Hardlinern – gern vergessen wird. Aufgrund von Studien war bekannt, dass die überlieferte Struktur der Kirche die Missbrauchsfälle begünstigt hat. Um das zu verändern, hatten die Bischöfe das ZdK und andere Organisationen um Mitarbeit gebeten.
Die Referentin stellte lebhaft dar, wie in den vier Synodalforen Ziele erarbeitet wurden und um Formulierungen gerungen wurde. Häufig habe Sie bis spät in der Nacht über Texten und Ideen gesessen. Ihr ist die Zukunft der kath. Kirche in Deutschland wichtig daher der ehrenamtliche Einsatz. Einen Weg den nicht alle teilen, so berichtete sie aus erster Hand von der vierten Synodalversammlung in der der Grundtext zur Sexualmoral von einer Sperrminorität von Bischöfen abgelehnt wurde. Trotz dieses Rückschlags lässt Sie sich nicht entmutigen sondern setzt sich weiter für Reformen in der kath. Kirche ein. In der Summe seien doch in allen vier bearbeiteten Themenfeldern zukunftsweisende Texte verabschiedet worden.
Eine Haltung die nicht alle Teilnehmer hatten, Sie berichtete auch von Menschen, denen die Veränderung nicht schnell genug ging und die die Hoffnung aufgegeben hätten.
In der anschließenden Podiumsdiskussion, die durch Michael Böddecker geleitet wurde, gab es Gelegenheit sich noch auszutauschen. Frau Labbuda stand auch bei kritischen Fragen z.B. ob durch den Wandel nicht gerade älteren Gläubigen Werte entzogen werden. Am Ende des Abends waren sich die Teilnehmer einig, dass ein Wandel unaufhaltsam ist. Die Kirche vor 100 Jahren war anders als Kirche heute – und Kirche in 50 Jahren wird wieder anders sein. Entscheidend ist, dass dies aktiv mitgestaltet wird. Ein Verharren und mal schauen was kommt würde kaum im Sinne Christi sein, der die Christen immer zum Aufbruch rief.
Der Beitrag Synodaler Weg – ein Weg aus der Krise? erschien zuerst auf Pastoralverbund Erwitte.
Source: Pastoralverbund Erwitte




Neueste Kommentare