{"id":1825,"date":"2020-11-21T21:50:30","date_gmt":"2020-11-21T20:50:30","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.p40188.webspaceconfig.de\/?p=1825"},"modified":"2020-11-21T21:50:30","modified_gmt":"2020-11-21T20:50:30","slug":"neue-gemeindeassistentin-ute-paschedag-stellt-sich-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirche-aktuell.de\/?p=1825","title":{"rendered":"Neue Gemeindeassistentin Ute Paschedag stellt sich vor"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"640\" src=\"https:\/\/wordpress.p40188.webspaceconfig.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/UtePaschedag640.jpg\" class=\"webfeedsFeaturedVisual wp-post-image\" alt=\"\" style=\"margin: auto;margin-bottom: 10px;max-width: 100%\" \/><\/p>\n<p>Liebe Gemeinden der Pastoralverb\u00fcnde Erwitte und Geseke,\u00a0liebe Menschen, die hier wohnhaft sind,<\/p>\n<p>mein Name ist Ute Paschedag.<\/p>\n<p>Seit 1. November geh\u00f6re ich als Gemeindeassistentin im 3. Assistenzjahr zum Pastoralteam des zuk\u00fcnftigen Pastoralen Raumes Erwitte\/Geseke. Daher freue ich mich \u00fcber die Gelegenheit, mich Ihnen auf diesem Wege vorzustellen.<\/p>\n<p>Aufgewachsen bin ich in Ostdeutschland. Bedingt durch die damaligen politischen Verh\u00e4ltnisse geschah das in einem atheistisch gepr\u00e4gten Umfeld. Dennoch spielte Gott seit meinem Jugendalter eine immer gr\u00f6\u00dfer werdende Rolle in meinem Leben, sodass ich nach dem Mauerfall die bewusste Entscheidung traf, mich als junge Erwachsene taufen zu lassen.<\/p>\n<p>Ich bin Mutter von drei Kindern und lebe mit meiner Familie seit 1991 in Geseke. Von daher ist der einen oder dem anderen mein Gesicht vielleicht bekannt.<\/p>\n<p>Mit der Geburt meiner Kinder engagierte ich mich in den verschiedensten Bereichen ehrenamtlich in der Gemeinde. Diese Arbeit bereitete mir stets Freude, sodass erstmals Gedanken aufkamen, diese T\u00e4tigkeit zum Beruf zu machen.<\/p>\n<p>Als ich im Oktober 2009 mit dem Grundkurs \u201eTheologie im Fernkurs\u201c der Katholischen Akademie Domschule W\u00fcrzburg anfing, begann der Weg einer beruflichen Neuorientierung f\u00fcr mich. Parallel dazu war ich drei Jahre in der Astrid-Lindgren-Grundschule in Bad Westernkotten als Integrationshelferin f\u00fcr ein k\u00f6rperbehindertes Kind t\u00e4tig. Urspr\u00fcnglich habe ich eine Ausbildung bei der Stadtsparkasse Lippstadt zur Bankkauffrau abgeschlossen und war viele Jahre im kaufm\u00e4nnischen Bereich t\u00e4tig. 2012 entschied ich mich, in den flexiblen Studiengang an der Katholischen Hochschule Paderborn zu wechseln. Gleichzeitig sammelte ich erste berufspraktische Erfahrungen im Pastoralen Raum B\u00fcren, wo ich f\u00fcr zwei Jahre in der Kommunionvorbereitung arbeitete. Im Juli 2018 durfte ich dankbar das Zeugnis \u201eBachelor f\u00fcr Religionsp\u00e4dagogik\u201c in den H\u00e4nden halten. Die ersten zwei Jahre der Assistenzzeit war ich im Pastoralen Raum Soest eingesetzt. In diese Zeit fiel der Beginn der Zusammenf\u00fchrung der Pastoralverb\u00fcnde Bad Sassendorf, M\u00f6hnesee und Soest. Somit konnte ich anf\u00e4nglich strukturelle Prozesserfahrungen sammeln. Zu meinen pastoralen Aufgaben geh\u00f6rten u.a. das Unterrichten von Religion und der kirchlichen Kontaktstunde, das Feiern von Schulgottesdiensten, die Erstkommunionvorbereitung, der Aufbau eines ehrenamtlichen Wort-Gottes-Feier Leiter\/innen Kreises nach dem Warburger Modell und die Arbeit mit Obdachlosen. Mit Beginn der \u201eCoronazeit\u201c \u00e4nderte sich das Berufsleben schlagartig. Im Team wurde nach Alternativen gesucht und diese auch gefunden. Meine T\u00e4tigkeitsbereiche waren nun, t\u00e4gliche Mutmachimpulse f\u00fcr die Internetseite zu schreiben, das Projekt \u201ePoesie am offenen Fenster\u201c f\u00fcr Seniorenheime ins Leben zu rufen oder die Telefonsprechstunde zu begleiten.<\/p>\n<p><strong><em>\u201eBrechen wir auf, gehen wir hinaus, um allen das Leben Jesu Christi anzubieten! [\u2026] Mir ist eine \u2018verbeulte\u2019 Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Stra\u00dfen hinausgegangen ist, lieber als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit, sich an die eigenen Sicherheiten zu klammern, krank ist. <\/em><\/strong><strong><em>[<\/em><\/strong><strong><em>\u2026<\/em><\/strong><strong><em>]<\/em><\/strong><strong><em> Ich hoffe, dass mehr als die Furcht, einen Fehler zu machen, unser Beweggrund die Furcht sei, uns einzuschlie\u00dfen in die Strukturen, die uns einen falschen Schutz geben, in die Normen, die uns in unnachsichtige Richter verwandeln, in die Gewohnheiten, in denen wir uns ruhig f\u00fchlen, w\u00e4hrend drau\u00dfen eine hungrige Menschenmenge wartet und Jesus uns pausenlos wiederholt: <\/em><\/strong><strong><em>\u2018<\/em><\/strong><strong><em>Gebt ihr ihnen zu essen!<\/em><\/strong><strong><em>\u2018 (Mk 6,37).\u201c<\/em><\/strong> (Evangelii Gaudium 49)<\/p>\n<p>Dieses Zitat von Papst Franziskus pr\u00e4gte mich und meinen beruflichen Werdegang der vergangenen Jahre. Genau diese starken Worte des Heiligen Vaters sind es, die mir Motivation gaben, in die Berufseinf\u00fchrung zur Gemeindereferentin zu gehen. Franziskus ist f\u00fcr mich Vorbild und spiritueller Wegbegleiter zugleich. Er, der nicht m\u00fcde wird, sich f\u00fcr die Armen, Bedr\u00e4ngten, sozial Benachteiligten sowie Gescheiterten einzusetzen. Er, der N\u00e4chstenliebe vorbildhaft praktiziert, aber auch mahnend einfordert. Er, der Krieg, Vertreibung, Umweltzerst\u00f6rung und Machtgehabe in der Welt sowie Vers\u00e4umnisse, Fehlverhalten und Klerikalismus in den eigenen Reihen anprangert.<\/p>\n<p>Mit all seinem Tun, seinen symbolischen Gesten und seinem barmherzigen Handeln ermutigt er mich ebenso wie der begonnene deutsche Synodale Weg und das Zukunftsbild sowie die Perspektive 2030+ unseres Bistums \u2013 trotz der innerkirchlichen Krise und der abnehmenden Bedeutung des christlichen Glaubens in der Gesellschaft \u2013 f\u00fcr unsere Kirche t\u00e4tig zu sein:<\/p>\n<p>Eine Kirche, die nicht um sich selbst kreist, sondern sich klein macht und an die R\u00e4nder der Gesellschaft geht. Eine Kirche, die statt mit erhobenen moralischem Zeigefinger zu agieren, auf Augenh\u00f6he ehrlich und aufgeschlossen zuh\u00f6rt, was die Menschen bewegt und wo ihre Bed\u00fcrfnisse liegen. Eine Kirche, die authentisch einen liebenden Gott ins Ged\u00e4chtnis der Leute ruft, denn <strong>die <em>\u201eBarmherzigkeit erneuert und erl\u00f6st<\/em>, <em>da sie die Begegnung zweier Herzen ist: des Herzens Gottes, das dem Herzen des Menschen entgegenkommt.\u201c <\/em><\/strong>(Misericordia et Misera 16)<\/p>\n<p>In diesem Sinne freue ich mich auf viele offene Gespr\u00e4che sowie bereichernde und wertvolle Begegnungen mit Ihnen und allen Menschen im zuk\u00fcnftigen Pastoralen Raum Erwitte\/Geseke, sobald das wieder m\u00f6glich sein wird. Denn mein Start f\u00e4llt in eine Zeit, die f\u00fcr uns und unsere Gesellschaft nicht einfach ist. Der erneute Lockdown \u201elight\u201c schr\u00e4nkt unser aller Leben ein, sei es privat oder beruflich. So braucht es neben Kraft, Geduld und Durchhalteverm\u00f6gen jede Menge Gottvertrauen, um diesen \u201eCovidmarathon\u201c eines Tages beenden zu k\u00f6nnen. Bis dahin w\u00fcnsche ich Ihnen von Herzen:<\/p>\n<p>Bleiben Sie gesund und beh\u00fctet!<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe<\/p>\n<p>Ihre Ute Paschedag<\/p>\n<p>Zu erreichen unter:<br \/>\nTelefon: 02942\/ 98552-15<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:u.paschedag@pv-geseke.de\">u.paschedag@pv-geseke.de<\/a><\/p>\n<p>&#013;<br \/>\nSource: Pastoralverbund Geseke<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Gemeinden der Pastoralverb\u00fcnde Erwitte und Geseke,\u00a0liebe Menschen, die hier wohnhaft sind, mein Name ist Ute Paschedag. Seit 1. November geh\u00f6re ich als Gemeindeassistentin im 3. Assistenzjahr zum Pastoralteam des zuk\u00fcnftigen Pastoralen Raumes Erwitte\/Geseke. Daher freue ich mich \u00fcber die Gelegenheit, mich Ihnen auf diesem Wege vorzustellen. Aufgewachsen bin ich in Ostdeutschland. 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