{"id":5078,"date":"2025-12-31T17:00:00","date_gmt":"2025-12-31T16:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kirche-aktuell.de\/?p=5078"},"modified":"2025-12-31T17:00:00","modified_gmt":"2025-12-31T16:00:00","slug":"predigt-zum-jahresabschluss-und-ausblick-auf-das-jahr-2026-in-der-pfarrei-st-hippolytus-von-pastor-bernd-steinroetter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kirche-aktuell.de\/?p=5078","title":{"rendered":"Predigt zum Jahresabschluss und Ausblick auf das Jahr 2026 in der Pfarrei St. Hippolytus von Pastor Bernd Steinr\u00f6tter"},"content":{"rendered":"<p><strong>Predigt zum Jahresabschluss 2025<\/strong><\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder,<\/p>\n<p>der letzte Tag des Jahres, der 31.12., ist ein besonder Tag.<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Manche r\u00e4umen in diesen Tagen auf \u2013 andere schieben es auf n\u00e4chstes Jahr.<\/li>\n<li>Manche fassen gute Vors\u00e4tze \u2013 und wissen schon: W<em>ir versuchen es wenigstens.<\/em><\/li>\n<li>Manche schauen zur\u00fcck und denken: <em>\u201eDas ging schnell.\u201c<\/em><\/li>\n<li>Oder: <em>\u201eDas war ganz sch\u00f6n viel.\u201c<\/em><\/li>\n<li>Oder auch: <em>\u201eGut, dass dieses Jahr vorbei ist.\u201c<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr die Welt, f\u00fcr unsere Gesellschaft, f\u00fcr unsere Stadt Gelsenkirchenund und auch f\u00fcr unsere Pfarrei St. Hippolytus war 2025 kein ruhiges Jahr:<\/p>\n<p>Ein Jahr voller Ver\u00e4nderungen. Ein Jahr mit Freude und Trauer, \u00c4ngsten und Hoffnungen, mit Abschieden und Neuanf\u00e4ngen, mit manchem Loslassen und vielem Neuwerden.<\/p>\n<p>Heute m\u00fcssen wir nichts sch\u00f6nreden und nichts verdr\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Wir d\u00fcrfen einfach kommen, wie wir sind \u2013 vielleicht mit Dankbarkeit im Herzen und mit Fragen f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckblick: Dankbar erinnern<\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir zur\u00fcckschauen, sehen wir vieles, wof\u00fcr wir dankbar sein k\u00f6nnen:<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Pers\u00f6nliche Begegnungen, die uns gest\u00e4rkt haben;<\/li>\n<li>Gottesdienste, die uns innnerlich oder \u00e4u\u00dferlich in Bewegung gesetzt haben und die uns im Glauben gest\u00fctzt haben;<\/li>\n<li>Viele Ehrenamtliche, die in ganz unterschiedlichen Bereichen an den unterschiedlichen Kirchorten Verantwortung \u00fcbernommen haben und so hoffe ich, dies auch weiterhin tun;<\/li>\n<li>Momente, in denen Gemeinschaft erfahren wurde;<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Zeichen von Hoffnung mitten im Wandel<\/strong><\/p>\n<p>Gleichzeitig tr\u00e4gt jeder einzeln Trauer im Herzen. Aber auch unsere Pfarrei tr\u00e4gt Trauer.<\/p>\n<p>Trauer um Abschiede, um vertraute Gesichter, um Gewohntes, das nicht mehr so ist wie fr\u00fcher.<\/p>\n<p>Diese Trauer hat ihren Platz. Sie darf, ja sie muss auch sein.<\/p>\n<p>Die Trauer darf uns jedoch nicht beherrschen und l\u00e4hmen, sondern ruft uns zur Ver\u00e4nderung auf.<\/p>\n<p>Ver\u00e4nderung bedeutet zweierlei: Abschied und Aufbruch.<\/p>\n<p>Nicht alles, was endet, war falsch.<\/p>\n<p>Nicht alles, was neu beginnt, ist schon vertraut.<\/p>\n<p>Und doch ruft Gott uns \u2013 gerade in Zeiten des Umbruchs \u2013 immer wieder zu einem neuen Weg. Nicht als nur Einzelne, sondern auch als Gemeinschaft von Glaubende. Als Pfarrei. Als Kirche vor Ort.<\/p>\n<p><strong>Die Emmausj\u00fcnger \u2013 ein Bild f\u00fcr uns<\/strong><\/p>\n<p>Das Emmaus-Evangelium kann uns einen Hinweis und ein Bild f\u00fcr uns sein:<\/p>\n<p>Die J\u00fcnger sind unterwegs, entt\u00e4uscht, ratlos, voller Fragen. Sie sprechen \u00fcber das, was sie verloren haben. Und sie merken zun\u00e4chst nicht, dass Jesus selbst an ihrer Seite geht.<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Er h\u00f6rt zu.<\/li>\n<li>Er nimmt ihre Traurigkeit ernst.<\/li>\n<li>Und erst sp\u00e4ter \u2013 beim Brechen des Brotes \u2013 erkennen sie: Wir waren nicht allein. Unser Herz hat gebrannt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ist das nicht auch ein Bild f\u00fcr unser Jahr 2025? Vielleicht haben wir Gott nicht immer sofort erkannt in all dem, was sich ver\u00e4ndert hat. Und doch d\u00fcrfen wir vertrauen: ER ist aber mitgegangen. Schritt f\u00fcr Schritt.<\/p>\n<p \/>\n<p><strong>Br\u00fccken bauen ins Jahr 2026<\/strong><\/p>\n<p>Heute geht es nicht darum, alles abschlie\u00dfend zu bewerten oder fertige Antworten zu haben. Heute geht es darum, Br\u00fccken zu bauen, Br\u00fccken in das Jahr 2026:<\/p>\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Br\u00fccken zwischen Alt und Neu<\/li>\n<li>Br\u00fccken zwischen Vergangenheit und Zukunft<\/li>\n<li>Br\u00fccken zwischen den verschiedenen Kirchorten, den \u201eErlebnisorten des Glaubens\u201c<\/li>\n<li>Br\u00fccken zwischen Menschen<\/li>\n<li>Br\u00fccken zwischen der \u201eKirche vor Ort\u201c und der Stadtgesellschaft<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Br\u00fccken entstehen aus Vertrauen und aus der Bereitschaft, einander vorbehaltlos zuzuh\u00f6ren.<\/p>\n<p \/>\n<p><strong>Vertrauen in die Zukunft<\/strong><\/p>\n<p>Wir wissen nicht, was das Jahr 2026 bringen wird. Aber wir wissen, wem wir vertrauen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Nicht unsere Pl\u00e4ne, unsere Strukturen, unsere Projekte, unsere Programme tragen uns letztlich. Allein GOTT tr\u00e4gt!<\/p>\n<p>Nicht Perfektion und Uniformit\u00e4t macht unsere Pfarrei und die Stadtkirche lebendig, sondern gelebte Gemeinschaft, mit all ihren Facetten, Unterschieden und mit ihren Grenzen.<\/p>\n<p>Nicht Angst vor dem Neuen, sondern Mut, Vertrauen und Hoffnung auf Gott.<\/p>\n<p>Gehen wir gemeinsam weiter \u2013 wie die Emmausj\u00fcnger, als Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung:<\/p>\n<p>offen f\u00fcreinander, h\u00f6rend auf Gottes Wort, gest\u00e4rkt im Glauben.<\/p>\n<p \/>\n<p><strong>Abschluss-Dankgebet<\/strong><\/p>\n<p>Guter Gott, am Ende dieses Jahres kommen wir zu Dir mit allem, was 2025 war.<\/p>\n<p>Wir danken Dir<\/p>\n<p>f\u00fcr jede Begegnung, die uns gest\u00e4rkt hat,<\/p>\n<p>f\u00fcr jede helfende Hand,<\/p>\n<p>f\u00fcr jedes Wort des Trostes,<\/p>\n<p>f\u00fcr jedes Zeichen Deiner N\u00e4he.<\/p>\n<p \/>\n<p>Wir danken Dir f\u00fcr alle,<\/p>\n<p>die in unserer Pfarrei Verantwortung getragen haben,<\/p>\n<p>f\u00fcr ihren Einsatz, ihre Zeit, ihre Geduld und ihre Liebe.<\/p>\n<p>Nimm auch das an,<\/p>\n<p>was unvollkommen geblieben ist,<\/p>\n<p>was uns M\u00fche gemacht hat<\/p>\n<p>und was wir loslassen mussten.<\/p>\n<p>Lehre uns, dankbar zu erinnern<\/p>\n<p>und vertrauensvoll nach vorne zu schauen. Amen.<\/p>\n<p \/>\n<p \/>\n<p><strong><mark class=\"has-inline-color has-black-color\">Vertrauensgebet f\u00fcr den Weg ins neue Jahr 2026<\/mark><\/strong><\/p>\n<p>Herr Jesus Christus,<\/p>\n<p>wie die J\u00fcnger von Emmaus<\/p>\n<p>sind auch wir unterwegs \u2013<\/p>\n<p>mit Fragen, mit Hoffnungen, mit Unsicherheiten.<\/p>\n<p>Bleibe bei uns,<\/p>\n<p>wenn der Weg un\u00fcbersichtlich wird.<\/p>\n<p>\u00d6ffne unsere Augen,<\/p>\n<p>damit wir Dich erkennen<\/p>\n<p>in den Menschen an unserer Seite<\/p>\n<p>und in den kleinen Zeichen des Alltags.<\/p>\n<p>Schenke uns Vertrauen,<\/p>\n<p>dass Du unsere Pfarrei St. Hippolytus<\/p>\n<p>auch im neuen Jahr f\u00fchrst.<\/p>\n<p>Mach uns bereit,<\/p>\n<p>gemeinsam neue Wege zu gehen,<\/p>\n<p>Br\u00fccken zu bauen<\/p>\n<p>und Deine Liebe weiterzugeben.<\/p>\n<p>Denn auf Dich vertrauen wir \u2013<\/p>\n<p>heute und in Zukunft. Amen.<\/p>\n<p>&#013;<br \/>\nSource: PV Gelsenkirchen-Horst<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt zum Jahresabschluss 2025 Liebe Schwestern und Br\u00fcder, der letzte Tag des Jahres, der 31.12., ist ein besonder Tag. Manche r\u00e4umen in diesen Tagen auf \u2013 andere schieben es auf n\u00e4chstes Jahr. Manche fassen gute Vors\u00e4tze \u2013 und wissen schon: Wir versuchen es wenigstens. 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